Allgemeines

Die Außenwand hat den größten prozentualen Anteil an der Gebäudehülle. Sie muss die Gebäudelasten aufnehmen, vor Witterungseinflüssen schützen und den Wärme-, Schall- und Brandschutz gewährleisten. Außerdem soll die Konstruktion hinsichtlich Herstellung und Unterhalt wirtschaftlich sein. Mit dieser Aufgabenanforderung sind einschalige Wandsysteme auf Dauer vielfach überfordert.

Die Gliederung der Außenwand in eine tragende, eine dämmende und eine regensichere Schicht mit einem Belüftungsraum zwischen Wärmedämmung und Wetterschutz lässt es zu, die spezifischen Einzelanforderungen optimal zu erfüllen.

Öffnungen in der Wand durchdringen die einzelnen Schichten, müssen sorgfältig ausgebildet werden und bedürfen im Detail besonderer Aufmerksamkeit. Bei korrekter Ausführung ist die Schadens- und Wartungsfreiheit sowie auch die Langlebigkeit der Außenwandkonstruktion gewährleistet.

 

Wandkonstruktionen

Besondere Merkmale mehrschaliger Wandkonstruktionen:

  • Reduzierung des Mauerwerks (Neubauten) auf die notwendige lastabtragende Dicke
  • Wärmedämmung außen, Wärmespeicherung innen (Kachelofeneffekt)
  • möglicher Ausfall von Kondenswasser im Bereich des Dämmstoffes mit Minderung der Dämmleistung, gute Austrocknung des Dämmstoffes durch Hinterlüftung
  • Wärmedämmung vor Schlagregen und anderen Witterungseinflüssen geschützt
  • in Abhängigkeit der Unterkonstruktion vollflächiges Verlegen der  Wärmedämmschicht möglich
  • Anforderungen an den Brandschutz problemlos möglich
  • bei Abbruch und Entsorgung keine Probleme mit den einzelnen Baustoffen

 

Bekleidungen

Die Bekleidung kann sowohl als Deckung mit kleinformatigen Werkstoffen wie z. B. Schiefer, Faserzement, Ziegel, Dachsteinen, Holzwerkstoffen als auch großformatige Platten und Tafeln aus Faserzement, Metall in Stehfalz- und Leistendeckung, Verbretterungen, Kunststoffen u. Ä. bestehen.

Kleinformatig sind Deckungen mit Werkstoffenunter 0,4 m⊃2; Fläche und unter 7 kg Eigengewicht. Wir einer der beiden Grenzwerte überschritten, handelt es sich um eine großformatige Deckung. Diese Regelung gilt nicht für Metalle, Kunststoffe und Verbretterungen etc. Die Unterscheidung ist insofern wichtig, als bei kleinformatigen Deckungen keine bauaufsichtliche Zulassung erforderlich ist, während großformatige Bekleidungen einer bauaufsichtlichen Zulassung bedürfen.

Die meisten von geneigten Dachflächen bekannten Deckungsarten können unter Berücksichtigung von eventuell zusätzlich erforderlichen Befestigungen auch an der Außenwand ausgeführt werden. Weiterhin gibt es Deckungsarten, die nur an Wandflächen ausgeführt werden dürfen, wie z. B. Deutsche Deckung 20/20, Stülpdeckung, Wabendeckung und gezogene Deckung.

 

Solarfassaden

Solarfassaden mit integriertem Zusatznutzen kombinieren die Vorteile der zweischaligen Außenwand mit dem Image des Umweltschutzes, Umweltbewusstseins, Innovationsfähigkeit und Fortschrittlichkeit.

Ob Solarthermie (Wärmegewinnung) oder Photovoltaik (Stromerzeugung), beide Varianten haben ihren besonderen Reiz bezüglich Energieeinsparung oder Einheitspreisvergütungen ins öffentliche Stromnetz.

Gestalterisch können Solarfassaden sowohl für Altbau als auch moderne komplexe architektonische Anforderungen Anwendung finden. Weiterhin erfahren die Gebäude eine nachhaltige Wertsteigerung, die sich über Jahrzehnte hinweg bezahlt machen kann.

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